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11 Feb

Beziehungs Know-how Teil 1

Das was wir, neben Luft zum Atmen und Nahrung, in unserem Leben am meisten brauchen, sind Beziehungen zu anderen Menschen. Vor allem jene, die über deine bloße Bekanntschaft hinausgehen: Enge Beziehungen, Liebesbeziehungen! Was wäre unsere Welt nur ohne diese Beziehungen? Ziemlich unvorstellbar, oder?

Wie wichtig sind Beziehungen?

Laut einer Statistik aus dem Jahr 2017 (“Welche Dinge im Leben sind Ihnen außerordentlich wichtig und erstrebenswert?”), sind für 80 % der Deutschen “Gesundheit” am wichtigsten, gefolgt von 70 %, denen eine “glückliche Partnerschaft” und 66 % denen die “Familie” am wichtigsten sind.

Unser großes Bedürfnis nach Nähe ist es, welches uns Beziehung suchen lässt.

Eine weitere Umfrage sagt aus, dass es im Jahr 2018 in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre rund 60,19 Millionen Personen für “wichtig und erstrebenswert” hielten, gute Freunde bzw. enge Beziehungen zu anderen Menschen zu haben.

Beziehungen machen das Leben lebenswert

Beziehungen sind einfach etwas ganz tolles und jede Beziehung ist, wie jeder Mensch, einzigartig. Gemeinsam etwas zu erleben, gemeinsam über Dinge zu lachen, gemeinsame Erinnerungen zu teilen, gemeinsam durch gute und schwere Zeiten gehen, jemanden seine schönsten und schlimmste Dinge anzuvertrauen,  … all das und noch viel mehr macht jede Beziehung so wahnsinnig wertvoll und wunderschön.

Toxische Beziehungen

Dieses Bedürfnis nach Nähe kann uns aber leider auch zum Verhängnis werden und uns in abhängige Beziehungen leiten. Wir suchen diese Nähe oft so sehr, dass wir sie auch bei Menschen und in Beziehungen suchen, die uns am Ende schaden. Ungesunde Beziehungen zu vermeiden, die uns Schaden zufügen und/oder uns geistlich aussaugen, ist oft nicht einfach. Häufig besteht hier nämlich eine gewisse Abhängigkeit, die es für viele Menschen so schwer macht, einen klaren Strich zu setzen und sich von diesem Menschen, der uns gar nicht gut tut, zu entfernen.

Auch ich bin davon nicht ausgeschlossen. In meinen 27 Lebensjahren, musste ich auch schon das ein oder andere Mal feststellen, dass ich Beziehungen gelebt habe, die mir alles andere als gut taten und sehr einseitig verliefen. Glücklicherweise habe ich aber dadurch keinen größeren Beziehungsschaden davon getragen. Ich weiß aber, dass es viele Menschen gibt, und vielleicht gehörst du auch dazu, die durch schlechte und ungesunde Beziehungen einen großen Schaden davon tragen mussten.

Ist es für dich heute schwer, neue Beziehungen einzugehen? Verfällst du immer wieder in ungesunde Beziehung und verstehst nicht warum?

Du bist wertvoll!

Hier kommt etwas ins Spiel, dass essentiell wichtig ist, um solche Beziehungen zu beenden, zu erkennen oder gar nicht erst einzugehen: Deine Selbstachtung! Sie kommt aus deinem Selbstwert. Selbstachtung bewahrt dich davor, dich selbst unter Wert zu behandeln. Die Verantwortung deinen Mitmenschen gegenüber, bewahrt dich davor sie unter Wert zu behandeln.

Ein Theologe hat einmal drei Dinge als grundlegend wichtig gesehen, damit Beziehungen gelingen:

  1. Dem anderen zuhören und seine Bedürfnisse wahrnehmen. (Du)
  2. Meine Bedürfnisse als Bitte/Wunsch formulieren können/dürfen. (Ich)
  3. Abmachungen treffen und einhalten für Dinge, die beide angehen. (Es)

Gemäß diesem Theologen, lebst du eine gesunde Beziehung, wenn Du-Ich-Es in einer Beziehung im Gleichgewicht ist. Wie sieht es bei dir aus?

Als ich diese Punkte zum ersten Mal gelesen habe, war mir schnell klar, dass ich Defizite vor allem in den ersten beiden Punkten mitbringe. Zuhören ist nicht gerade meine Stärke, denn oft gebe ich viel zu schnell meinen Senf zu allem und kann dadurch die Bedürfnisse des anderen nicht richtig wahrnehmen. Ich denke oft direkt, dass ich weiß wie der Hase hoppelt. Meine Bedürfnisse zu formulieren fiel mir auch sehr lange schwer. Ich lebte Beziehungen sehr oft über die Bedürfnisse von anderen. Mein kleines Helfersyndrom, hielt mich oft davon ab, auch mal in mich selbst reinzuhorchen. Erstaunlich, dass ich so viele liebe Freunde habe, dachte ich mir an dieser Stelle, haha.

Aber so ist es eben. Beziehungen existieren trotzdem, denn wir brauchen sie einfach. Wichtig ist nur an solchen Beziehungen nicht zu zerbrechen, sondern wenn möglich sie zu entlarven und daraus zu lernen.

Blinde Flecken, Kritik und Nähe

Wir haben in unseren Beziehungen leider viel zu oft binde Flecken. Wir merken häufig erst viel zu spät oder gar nicht, wenn unser  Verhalten zerstörend, anstatt beziehungsfördernd wirkt. Manchmal ist es auch einfacher den Fehler für das Scheitern nicht bei uns und unserem Verhalten zu suchen. Denn das würde ja bedeuten, dass wir vielleicht etwas ändern müssen. Deshalb ist es auch so wichtig Menschen in seiner Umgebung zu haben, die einen darauf Aufmerksam machen (dürfen). Die auch mal die unangenehmen Dinge ansprechen dürfen und uns sagen dürfen, was wir hören müssen und nicht nur das was wir hören wollen.

Das so eine Wahrheit oder Kritik nicht sehr angenehm ist, ist durchaus klar. Doch alleine dadurch bekommen wir die Möglichkeit an unseren “Fehlern” zu wachsen, wenn wir sie gerade selbst nicht sehen.

Hast du einen vertrauten Menschen, der dir unangenehme Wahrheiten sagen darf und auch andersherum?

Erwarte nichts, was du selbst nicht bereit bist zu geben

Wenn du so jemanden hast, ist das unglaublich wertvoll und du kannst sehr froh darüber sein. Dadurch wird eure Freundschaft und Beziehung auf eine ganz neue Ebene gehoben und lässt sehr viel Nähe zu. Nähe, die wir brauchen, aber auch gleichzeitig nicht immer zulassen. Wir wünschen sie uns von unserem Partner, Ehemann, Freund, Freundin und gehen aber selbst immer nur so weit, wie es unsere Komfortzone und Sicherheitsgefühl zulässt. Am Ende wundern wir uns dann, wenn der Partner sich nicht so verhält, wie wir uns das wünschen würden und von den 100 %, die wir uns erwarten, nur 50 % gibt.

Aber wie soll unser Partner denn 100 % geben, wenn wir die ganze Zeit auch nur die Sparflamme anhaben? Wie können wir von jemandem kontinuierliche Hingabe erwarten, wenn wir selbst nicht dazu im Stande sind? Darfst du das überhaupt erwarten?

Die Sache mit der Angst

An dieser Stelle kommt die blöde Angst ins Spiel – jene Angst, die nur eine Fassade aufbaut und wahrhaftige Liebe und echte Nähe nicht zulässt. Daher ist es wichtig, dass wir nicht nach dem Motto leben: “Ich geb dir immer nur so viel, wie du mir gibst und wenn du mir weniger gibst, dann geb ich dir auch weniger“! Dieses dumme Spiel, spielen glaube ich sehr viele Paare. Und am Ende ist der Kummer riesig, wenn es nicht funktioniert hat. An dieser Stelle möchte ich gerne einen Vers aus der Bibel zitieren, weil er einfach so wunderbar passt:

Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz! (1. Johannes 4:18)

Lass dir diesen Satz mal auf der Zunge zergehen und sei mal ganz ehrlich zu dir. Hast du Ängste in deiner Beziehung? Angst davor verlassen zu werden, Angst nicht gut genug zu sein, Angst deinem Partner Dinge über dich zu sagen, die dich verwundbar machen oder unangenehm sein können? Hast du Angst davor, du selbst zu sein, Angst davor nicht so geliebt zu werden, wie du es brauchst?

Wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft, solltest du dir darüber Gedanken machen, warum das so ist und woher diese Ängste kommen und ob sie wirklich der Wahrheit entsprechen. Die Angst wirklich jemanden an dich “ran” zu lassen kann durchaus großen Einfluss auf die gegenseitige Kommunikation und das Miteinander haben. Toxische Kommunikation erkennst du zum Beispiel an folgenden Punkten:

  1. Weg-Erklären, Kleinreden
  2. Ständige Rechtfertigung
  3. Vorwürfe
  4. Selbstmitleid (Opferrolle)
  5. Abschalten, Kommunikation abbrechen

Angst verhindert immer Nähe und sie lässt zu, dass Beziehungen im schlimmsten Fall zerbrechen. Wie sieht es bei dir aus? Hast du Ängste, die dich deine Beziehungen nicht so leben lassen, wie du es dir wünschen würdest?

Fortsetzung folgt …

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