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10 Aug

Einkaufen für Fortgeschrittene – Bewusster Shoppen

Bewusster Shoppen

Mode ist zu einem Synonym für Schnelllebigkeit geworden. Ein Trend jagt den Anderen und wird von uns konsumiert. Die Modeunternehmen haben diesen Trend natürlich erkannt und produzieren deshalb immer mehr und immer günstiger. Die Folgen, die sich draus ergeben, sind, so denke ich, den Meisten von uns bekannt … Es stellt sich die Frage: Sollten wir nicht bewusster Shoppen?

Fakt ist: Die Meisten von uns kaufen zu viel, zu billig, zu oft und vor allem zu unüberlegt!

Fast-Fashion vs. Slow-Fashion

Mittlerweile gibt es zwei große Bewegungen, die unter den Begriffen Fast-Fashion und Slow-Fashion zu finden sind. Fast-Fashion bezieht sich hierbei auf die Schnelllebigkeit der Mode und ihre Trends. Mode wird quasi zum Wegwerfprodukt und schnell konsumiert. Die Slow-Fashion-Bewegung richtet sich gegen die Fast-Fashion-Strategie. Sie beruht auf Nachhaltigkeit in Bezug auf Produktion und Rohstoffe, aber auch den bewussten Umgang mit Mode.

Als Fashion Blogger und allgemein als modeaffine Frau ist es nicht ganz so leicht den Spagat zwischen diesen beiden Bewegungen zu schaffen. Ich weiß nicht wie es bei euch ist, aber ich mache mir seit ein paar Jahren schon vermehrt Gedanken zu diesen Thema: Bewusster Shoppen. Fragen, die mir häufig durch den Kopf gehen, sind Folgende:

Brauche ich Kleidungsstück XY? Muss ich Trend XY mitmachen, obwohl ich weiß, dass in ein paar Monaten kein Hahn mehr danach kräht? Soll ich Teil XY jetzt kaufen, nur weil es gerade Trend und billig ist? Welche Firmen produzieren in welchen Ländern und unter welchen Bedingungen? Was mache ich mit den Klamotten, die ich nicht mehr anziehe?

Bewusster Shoppen

Fragen über Fragen, die meiner Meinung sehr wichtig sind. Als Jugendliche war es so, dass ich einfach gekauft habe, was mir grad gefallen hat. Egal woher das Teil herkam und wie billig es war. Wenn es cool war, musste ich es haben. Das Motto war: Masse statt Klasse.

Seit ein paar Jahren habe ich mein Shopping-Verhalten radikal umgestellt. Mein heutiges Motto ist: Klasse statt Masse. Ich bin zwar Fashion Bloggerin, aber mein Kleiderschrank ist bei weitem nicht so prall gefüllt, wie die meisten wahrscheinlich denken.

Bewusstes Einkaufen hat meiner Meinung nach nichts mit Verzicht zu tun, oder dass man sich verbieten muss Teil XY jetzt doch noch mitzunehmen, sondern einfach mit einer klaren Sichtweise auf die Dinge. Und wenn man diese Sichtweise einmal hat, dann ist es auch ganz einfach Teil XY einfach liegen zu lassen. Ich weiß selbst, wie schwierig es ist, denn ich denke, viele modeaffine Frauen weißen teilweise ein Suchtverhalten auf, wenn es ums Shoppen geht.

Ich habe heute vier Tipps für euch, wie ihr bewusster Shoppen gehen lernen und euer Shopping-Verhalten besser kontrollieren könnt. Los geht´s:

1. Qualität statt Quantität

Beispiel: Der Pulli sieht super schön aus und ist auch noch ein echtes Schnäppchen und schont meinen Geldbeutel! Da ist es ja egal ob er nach 2 bis 3 Mal waschen schon anfängt sich zu pellen. Dann kann ich mir ja einen Neuen kaufen! 

Tipp: Investiert doch lieber in ein hochwertiges Produkt und gebt ein bisschen mehr Geld aus, als in fünf Billige. Gerade bei Klassikern, die man über Jahre hinweg tragen kann, ist so eine Investition auf jeden Fall ihr Geld wert.

2. Finde deinen eigenen Stil

Shopping-Fallen und unkontrolliertes Einkaufen ist Geschichte, wenn ihr euren eigenen Stil gefunden habt. Ihr braucht nicht mehr jedes It-Piece der Saison in eurem Kleiderschrank. Ihr shoppt nur noch das, was in euer eigenes Stilkonzept passt und macht euren Stil nicht von kurzlebigen Trends abhängig!

3. Fair Fashion & Second-Hand

Nachhaltig produzierte Mode ist mittlerweile nicht mehr „öko“ und langweilig. Eine Alternative zu den Fair Fashion Labels sind Second-Hand- oder Vintage-Stores. Oder, wie wäre es einfach mal bei der Tante, Mama oder Oma im Kleiderschrank zu schauen? Ich wette, da sind einige Schätze aus der Jugend vergraben, die jetzt wieder total im Trend sind.

4. Impulskäufe vermeiden

Impulskäufe sind die gefährlichsten und unüberlegten Käufe. Aus einer Laune heraus zieht es uns in einen Laden, wo wir „nur mal“ schauen wollen und zack haben wir eine Tüte in der Hand mit dem dritten paar weißen Turnschuhen. Mal ehrlich: Wer braucht drei Paar weiße Turnschuhe? In solchen Situationen geht ihr besser schnell wieder aus dem Laden und schlaft eine Nacht drüber. Am nächsten Tag seht ihr dann etwas klarer.

Ich hoffe meine Tipps helfen euch beim nächsten Shopping eure Käufen etwas bewusster auszuwählen. Wie steht ihr zum Thema: Bewusster Shoppen?

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